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Neue Website www.Gutshaus-Protzen.de

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Fontane und Schinkel

Theodor Fontane und Karl Friedrich Schinkel, die beiden wohl bedeutendsten Neuruppiner, haben auch eine besondere Bedeutung für Protzen. Fontane widmet in seinen „Wanderungen…“ Protzen ein umfangreiches Kapitel, zu dem es in Robert Rauhs neuem Buch „Fontanes Ruppiner Land“ (2019) wichtige Ergänzungen und neue Forschungsergebnisse gibt. Schinkel war wohl nie in Protzen, ist aber über seine Familie mit dem Dorf, der Kirche und dem Gut seit dem 17. Jahrhundert eng verbunden gewesen. So waren mehrere Protzener Pastoren direkte Vorfahren des großen Baumeisters, sein Vater war mehrere Jahre dort als Hauslehrer der Familie Kleist tätig. Schinkels geliebte ältere Schwester Sophie war die Urgroßmutter von Katharina Legde, 1889 – 1945 Gutsfrau in Protzen.

Theodor Fontane  schrieb über Karl Friedrich Schinkel:

„Unter allen bedeutenden Männern, die Ruppin, Stadt wie Grafschaft, hervorgebracht, ist Karl Friedrich Schinkel der bedeutendste. Der „alte Zieten“ übertrifft ihn freilich an Popularität, aber die Popularität eines Mannes ist nicht immer ein Kriterium für seine Bedeutung. Diese resultiert vielmehr aus seiner reformatorischen Macht, aus dem Einfluß, den sein Leben für die Gesamtheit gewonnen hat und diesen Maßstab angelegt, kann der „Vater unsrer Husaren“ neben dem „Schöpfer unsrer Baukunst“ nicht bestehen. Wäre Zieten nie geboren, so besäßen wir (was freilich nicht unterschätzt werden soll) eine volkstümliche Figur weniger, wäre Schinkel nie geboren, so gebräch‘ es unserer immerhin eigenartigen künstlerischen Entwicklung an ihrem wesentlichsten Moment.“

..entnommen aus: Wanderungen durch die Mark Brandenburg

http://www.schinkel-galerie.de/Zitate/Fontane/Zitat_Fontane.html

Der König segnet, Schinkel steht, Fontane sitzt 
Neuruppin erinnert an seine Wiedergeburt und ehrt zwei seiner großen Söhne mit Denkmälern / Schinkel und Fontane auch in Berlin 

http://www.helmutcaspar.de/aktuelles18/blnpdm18/ruppin.htm

Historischer Rundgang

Ich habe heute den Rundgang durch das Gutshaus eingefügt, den Hans-Christian Legde 2007 aus seiner Erinnerung an den Zustand 1944 und seinen Besuch 2004 geschrieben hat. Hans-Christian war 1944 vierzehn Jahre alt. Zu dieser Zeit war er Gymnasiast in Templin, verbrachte aber große Teile des Jahres aus gesundheitlichen Gründen in Protzen. Nach der Wende hat er seine Heimat und sein Elternhaus mehrfach besucht.

In der alten Version der Website hatte ich diesen Bericht verändert, kommentiert und mit Bildern versehen. Ich möchte ihn hier als Dokument und zur Erinnerung an meinen inzwischen verstorbenen ältesten Bruder im Original wiedergeben.